Antifa-Ruhrgebiet: Wenn Moers der Kollaps war, was war dann Haltern?

 

 

Am 26.04.2008 fanden sich in Essen-Freisenbusch 115 Antifaschisten, in Recklinghausen, zu einer alljährlichen Trauerdemo, 20 Antifaschisten ein. Beide Demonstrationen waren langfristig bekannt und beworben worden.

 

Am 23.05.2008 fanden sich trotz großspuriger Ankündigungen und intensiver antifaschistischer Propaganda in den altbekannten Stadtteilen des Ruhrgebietes lediglich ca. 100 Antifaschisten in Moers ein. Nach den beiden vorangegangen eher schwach besuchten Veranstaltungen legte man dies nun als ,,Kollaps“ aus, selbst innerhalb der Antifa-Szene.

 

Doch wenn das damals der Kollaps war, was war das Heute?

 

In Haltern fand heute das alljährliche Schlesiergedenken vom Bund der Vertriebenen statt, dieses Treffen wollte man von antifaschistischer Seite mit Militanz, Gewalt und langjähriger Straßenkampferfahrung verhindern. Ein Schelm wer hinter dieser Andeutung einen Hauch von Ironie vermutet.

 

Wie alle Demonstrationen in den Jahren 2007 und 2008 bereits bewiesen haben, sind alle Antifa-Gruppen im Ruhrgebiet von Auflösungserscheinungen betroffen. Nur die wenigen Städte im Nord-Osten des Ruhrpottes galten, laut Selbsteinschätzung der Antifa, als ,,Hochburgen“. So z.B. Waltrop, Marl und Haltern. Dies gaben Antifaschisten aus Haltern z.B. auf einer Tonbandansage zum Besten, die vor wenigen Tagen noch in Gelsenkirchen einging. ,,Haltern sei nazisfrei“ hieß es dort. Um ,,Felix“ nicht in Verlegenheit zu bringen über seine, im Alkohol- und Drogenrauch begangenen, Aktionen, werden wir die ganze Tonansage nun nicht hochladen.

 

Demonstration in Haltern und anschließende Spontandemonstration in Marl

 

Am 20.07.2008 fanden sich insgesamt 30-35 Antifaschisten am ausgemachten Treffpunkt ein, mit dieser Zahl startete auch die Demonstration. Vor Eintreffen des Antifa-Zuges waren lediglich fünf Antifaschisten gesichtet worden, wohl das Potenzial aus Haltern.

 

Nationale Kleingruppen wurden im Vorfeld stark überwacht und bekamen spätestens in Haltern selbst Platzverweise, nicht selten aber schon in ihren eigenen Heimatstädten. In Haltern selbst wurden mehrere Fahrzeuge ab Ortseingang verfolgt oder auf Parkplätzen aufgespürt. Völlige Wagendurchsuchungen waren die Folge.

 

Halterner Nationalisten hatten es sehr nahe an die Demonstration geschafft, wurden dann aber von der Polizei gekesselt und gleich von Staatsschutzbeamten umringt.

 

Die Zahl von 30 Antifaschisten am Startpunkt wurde von mehreren verschiedenen Kleingruppen bestätigt.

 

Im Anschluss daran ging es mit dem Zug Richtung Marl, wo eine Spontandemonstration wohl ohne polizeiliches Spalier folgte. Hier wuchs die Zahl der Antifaschisten angeblich auf 40 an, allerdings ist diese Zahl nicht verifiziert. Viele Kleingruppen hatten es geschafft vor der Antifa Marl zu erreichen und sich wieder zusammenzuschließen, um Übergriffe zu verhindern.

 

Derzeit befinden sich die Antifaschisten im Wald, welcher das linksalternative Jugendzentrum ,,Hagenbusch“ in Marl umgibt. Da Solidarität und Gemeinschaft allerdings feindliche Eigenschaften sind, trafen schon zwischen 16 – 18 Uhr mehrere Gruppen Antifaschisten am Essener Hauptbahnhof ein, um sich auf den Heimweg nach Hattingen oder Essen selbst zu machen.

 

Daher scheint der Plan, im Schutze der Dunkelheit nationale Wohnungen in Marl und Umfeld anzugreifen, bereits jetzt zu scheitern. Wir beobachten es allerdings genau.

 

 

Antifa-Gruppen zerschlagen!

 

 

Empfehlung: Wenn die Antifa-Szene lediglich zu Konzerten und materialistischen Konsumveranstaltungen über 100 Personen im Ruhrgebiet zusammengerottet bekommt, sollte man die Einstellung der eigenen Genossen hinterfragen. Allerdings gilt das ,,hinterfragen“ und das ,,aussortieren“ von fragwürdigen Elementen in antifaschistischen Kreisen ja als ,,faschistisch“. Daher tut sich dort eine wahre Zwickmühle auf.