Dresden: Größter nationaler Marsch seit Bestehen der BRD

 

Bei einem Gedenken, gerade bei dem Dresdner, sollte eine Teilnehmerzahl niemals im Rampenlicht des Interesses stehen, doch selbst einige wenige Medienanstalten ließen bereits, wohl unüberdacht, durchblicken dass es sich beim gestrigen Trauermarsch, am 14. Februar,  durch Dresden um den größten in der Geschichte der Bundesrepublik handelte. So ließ man seitens der Medien Zahlen von 8.400 bis 10.000 durchsickern, bis man diese später wiederum nach unten schraubte auf 6.500. Wir gehen selbst von guten 8.500 Kameraden aus, die sich gestern in Dresden versammelten. Aus dem Ruhrgebiet reisten ungefähr 200 Menschen mit Reisebussen an, zuzüglich von Bahnreisenden und PKWs.

 

Zum Ablauf:

 

Als man gegen 12 Uhr in Dresden eintraf war der Treffpunkt bereits mehr als voll besetzt und man reihte sich ein in die Tausenden Teilnehmer. Nun musste man noch einige Zeit warten, bis die ersten Redner die Bühne betraten, darunter der Zeitzeuge Herrmann, sowie NPD und DVU-Vertreter. Eine gesamte Auflistung der Redner, sowie ihrer Inhalte ist von unserer Seite her nicht möglich, wir erklären an späterer Stelle weshalb.

 

Bevor man losmarschierte, erfolgte lediglich ein kleinerer Aufreger. Eine kleine Gruppe Antifaschisten hatte es in den Dresdner Hauptbahnhof geschafft und konnte glücklich sein, dass mehrere Reihen Bereitschaftspolizisten den Seiteneingang schützten, ansonsten wäre dieser Versuch des widerlichen Protestes wohl in Eigenjustiz bestraft worden. Hierzu später noch einige Anmerkungen an die eigenen Reihen.

 

Als sich der Marsch nun in Bewegung setzte, reihte man sich relativ weit vorne mit eigenem Transparent, sowie zahlreichen Reichsfahnen ein. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal beim Resistore, welcher diese zur Verfügung stellte.

 

Der Marsch, der ungefähr 3 ½ Stunden dauerte und gute sechs Kilometer umfasste, verlief nun ereignis- bzw. problemlos. Hinweg durch Wohnviertel, sowie den Innenstadtbereich, zog sich der schweigende Marsch, aufgeteilt in Hunderte Blöcke und bestückt mit Fahnen des Deutschen Reiches, der Ostgebiete, der deutschen Bundesgebiete, sowie schwarzen und Bauernfahnen. Gegen 16.30 Uhr traf man wieder am Hauptbahnhof ein, wo eine Abschlusskundgebung folgte.

 

Kritik:

 

Bei einem Trauermarsch sind gewisse Verhaltensregeln Pflicht, und diese sollte man nach so vielen Jahren auch nicht mehr erwähnen. Es sind ungeschriebene Gesetze der Disziplin und Ordnung. Dazu gehört das Schweigen während der Veranstaltung, das Einstellen von Essen, Trinken und Rauchen, sowie das geordnete Aufstellung nehmen.

 

In Bezug auf unsere Umgebung können wir behaupten, dass diese Regeln konsequent durchgesetzt wurden. Die 5er-Reihen wurden eingehalten und gewisse Handlungen eingestellt. Trotz großer Kälte und einem langen Marsch sah man keine Hände in den Taschen verschwinden.

 

Leider sah dies hinsichtlich des gesamten Marsches anders aus. Selbst vom Veranstalter eingesetzte Ordner rauchten und platzierten ihre Hände dauerhaft in den Hosentaschen. Es wurde kein einziges Mal versucht ein geordnetes Gedenken in Reihen herzustellen.

Die Lautsprecheranlage, das Herzstück eines jeden Marsches und einer jeden Demonstration, war zudem mehr als dilettantisch. Von den anwesenden rund 8.500 Teilnehmer konnten sicherlich nicht mehr als 500 die Reden verstehen, die zudem noch Ausfälle hatte. Da man bereits im Vorfeld wusste, welche Größe der Marsch haben wird, verstehen wir diese Mängel nicht, die man bereits im Vorfeld hätte beheben können. Wenn die JLO, bzw. die NPD, Veranstalter des größten europäischen Gedenkmarsches sein möchte, muss sie auch gewisse Qualitäten garantieren, dazu gehört eine hochwertige Anlage, sowie geschulte Ordnungskräfte. An beidem mangelte es.

 

Des weiteren war die Versorgung mit warmen Getränken und Essen mangelhaft.

 

Sehr viele regionale Aktivisten werden daraus ihre eigenen Schlüsse ziehen, und weitere von JLO und NPD organisierten Gedenken in Dresden meiden. Auch waren erneut NPD-Fahnen zu sehen, sowie die Rednerliste rein parteilich aufgebaut. Daher werden wir, sollten wir auch in kleinerer Gruppe anreisen müssen, nun alljährlich den Marsch am 13. Februar besuchen, der von freien Kräften organisiert wird und alleine auf ein würdevolles Gedenken abzielt, und nicht auf Parteizwecke. Wer den größten Trauermarsch ausrichten möchte, der benötigt dafür auch ebenso viel Idealismus wie seine Teilnehmer, um gewisse Maßstäbe garantieren zu können. Daran mangelte es am Samstag weitgehend.

 

Zum Freitag, den 13. Februar:

 

Am Abend des 13. Februar, also am Vortag, marschierten bereits 1.100 Kameraden in Gedenken an die Ermordeten der Bombenangriffe von 1945 durch Dresden. Einen ausführlichen Bericht hierzu, findet man beim Aktionsbündnis gegen das Vergessen.

 

Wir sehen uns wieder, am 13. Februar 2010 in Dresden!

 

Bilder folgen...